Shownotes #2 – Die Diskussion um Battlefield 1 und eSports

Hallo zurück zu den Shownotes unserer zweiten Folge „Die Diskussion um Battlefield 1 und eSports“  der Podcasts -Reihe „eSportz“.

Die heutigen Themen, die wir anschneiden werden sind zum einen Battlefield 1 und zum anderen die Frage ob eSports in Deutschland als eigene Sportart anerkannt werden soll.

Wir beginnen mit Battlefield 1, welches am 21. Oktober sein Release hatte.

Die Beta Version haben wir zwei schon gemeinsam gespielt, und haben folgenden Eindruck davon bekommen:

„Die Beta an sich war nicht schlecht, hat Spaß gemacht. Paar Bugs waren noch drin gewesen, was normal ist, die wahrscheinlich auch noch im Release drin sein werden – ich habe es noch nicht ganz getestet. Spielerisch war das Spiel in Ordnung, wobei ich ein Rückschritt von den Mechaniken her zu Battlefield 4 beispielsweise merken konnte. Es gibt keine B-Ports mehr und einige Spielmechaniken sind einfach nach hinten gegangen und nicht nach vorne.“

eSports- technisch ist das ganze unmöglich umsetzbar, allein aus dem Grund dass zu viel auf ein Mal passiert. Man kann das für den Zuschauer garnicht einfangen. Die Teams sind viel zu groß, sie bestehen aus 64 Spielern, und selbst wenn man auf 20 vs 20 Spieler reduziert sind es zu viele. Allein die Organisation der Teams wäre schon sehr schwer – nicht unmöglich aber sehr schwer.

Es wird wahrscheinlich so enden wie bei Battlefield 4, dass man 5 vs 5 im Death Match spielt. Das ist für die Zuschauer nicht spannend und fällt deshalb weg.

Battlefield ist kein eSports-Titel und wird auch nie einer sein, dafür sind die Spiele nicht konzipiert. Der Interessenschwerpunkt liegt eher bei internen Clan-Kämpfen.

Für öffentliche Austragungen ergeben sich organisatorisch viele Schwierigkeit: erst muss man genug Spieler für ein Clan finden, dann muss man eine Halle finden, die dafür geeignet wäre. Eine interne Kommunikation bei solch großen Teams bereitzustellen ist auch nicht gerade einfach.

Was man natürlich sagen kann, Battlefield 1 macht super viel Spaß obwohl es ein reines Multiplayer-Spiel ist. Man kann einfach anmachen, joinen und man braucht gar keine Kommunikation. Es wäre besser, aber mir ist aufgefallen, du spielst einfach. Es klappt oder es klappt dann nicht.

Die Frage ist nur wie viel Einfluß du von den 64 Mann auf das Spiel hast?

Wenn man einen bestimmen Bereich abdeckt – vielleicht mit noch 1-2 Kollegen – dann kann man schon viel auf das Schlachtgeschehen auswirken. Allein dafür ist Battlefield ja bekannt. Alleine im Public hat man schon viel Auswirkung, wenn du stark mit den Fahrzeugen bist dann noch viel mehr. Ein guter Panzer in Battlefield 1 kann einen ganzen Bereich abbromen und räumt da alles ab, kann einen ganzen Spot halten, wenn nicht sogar zwei wenn er gut ist.

Bei Battlefield 1 hat sich geändert, dass man jetzt zwei Kämpfe hat – einen in der Luft und einen Kampf am Boden. Eine „Besserung“  ist, dass die Luftangriffe jetzt fast nur in der Luft statt finden, als Infanterist hat man also nicht mehr die Angst von einem Bomber getötet zu werden. Es gibt fast nur noch Dock-Fights. Es gibt aber natürlich noch Ausnahmen (z.B. der Zeppelin).

Wir sprechen unsere Empfehlung aus, die Grafik und Sounds sind super und das Snipen fühlt sich gut an.

 

Kommen wir zum nächsten Thema, nämlich wie es mit eSports in anderen Ländern aussieht und wie es in Deutschland gehandhabt wird.

Hier bei uns in Deutschland ist es ja so, dass eSport nicht als Sportart anerkannt wird.Wir haben auch keine staatlich geförderten Verbände oder sowas. Das ist in den asiatischen Ländern eher der Fall.

Südkorea zum Beispiel macht das super, da hat man Starcraft ja wirklich an den Unis als Fach. Auch die Schweden haben es mittlerweile ganz gut drauf, eine Schule hat eSport schon als Fach angeboten.

Was Europa angeht sind und waren sie schon immer einer der Vorreiter was eSports angeht. Die haben das immer relativ gut gefördert, es gibt heutzutage auch viele schwedische Clans und so weiter.Damals bei CSS war das auch noch ganz groß.

Die Polen sind auch sehr eSports-verrückt. Wie das da gefördert wird weiß ich aber nicht genau. Überall hängen riesige Poster von den Spielern, in Polen sind sie Superstars. Zudem sind sie sehr patriotisch die Polen und feuern ihre Mannschaft dann erst recht an.

Das ist auf jeden Fall was tolles!

Wir zwei als Zocker sind natürlich dafür, dass eSport auch hier bei uns als Sportart angesehen wird.

Bei der Argumentation wird dafür gerne der Schachvergleich gezogen. Wenn es für Schach Sonderregeln gibt, warum dann nicht auch für eSports? Als Gegenargument wird immer der Mangel an physischer Aktivität genannt…

Dabei vergessen viele Leute, dass die Clans in ihren Häusern eine Sportabteilung haben und dort gemeinsam ihre Fitness trainieren oder z.B. Basketball spielen. Das ist nützlich beim Aufbau von Teamgeist, aber natürlich auch um sich körperlich fit zu halten. Das wirkt sich später positiv aufs Spielen aus. Deswegen zählt der Mangel an körperlicher Aktivität für uns nicht als Grund. Fairerweise sollte man die Sonderregel im Schach abschaffen oder eben auch auf eSport beziehen!

Aber eins der größten Probleme dabei sind die Vorurteile den Computerspielern gegenüber. Man siehts ja auch immer wieder in den Medien, Berichte die am Ende des Tages dann als „sarkastisch“ abgestempelt werden, in denen Gamer z.B. als Freaks bezeichnet werden.

Die Leute, die darüber entscheiden ob eSport als Sportart angesehen werden soll, werden bestimmt keine Zocker sein und die haben dann dieses Bild…

Wir verstehen die Diskussion sowieso nicht, in unseren Augen ist das Sport. Denn was wird im Sport gefördert, was wird immer gepredigt? Der Teamgeist oder die Disziplin. Und das trifft ja für eSport beides zu!

Es gibt Spiele bei denen man vielleicht alleine unterwegs ist, aber an sich ist es so, dass man nicht weiter kommt bzw. nicht gewinnen kann ohne sich abzusprechen (bestes Beispiel: CS:GO). Manche Aktionen, die die Teams ausführen sind präzise auf die Sekunde genau abgesprochen und durchgeführt. Wenn da kein Teamgeist ist, dann merkt man das.

Es gibt kaum „einsame Wölfe“, die erfolgreich sind. Natürlich gibt es gute Einzelspieler, wie z.B. Scream, der gute Einzelklicks verteilt oder Leute gut weg fraggen kann. Aber er alleine bringt nichts, auch er braucht ein passendes Team. Manche Clans geben ihren Spielern sogar Positionen und Funktionen wie beim Fußball (z.B. Entry-Fragger, Support).

Abschließend können wir sagen, dass wir DAFÜR sind, dass eSport bei uns als echte Sportart angesehen wird! Denn was spricht dagegen ? 😛

 

Soo dann wollen wir uns jetzt verabschieden, es war uns mal wieder eine große Freude und wir hören uns auf jeden Fall beim nächsten Mal, schaltet wieder ein.

Bis dann

Euer Raphael & Eddy

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